Weiterbildungsbedarf von KMU in der Transformation
Anpassung von Bildungsdienstleistungen an neue Anforderungen
2026
Kurzfassung
Der Übersichtsbericht analysiert, wie sich Weiterbildungsbedarfe kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) im Automotive-Cluster Baden-Württemberg im Zuge von Digitalisierung, Elektrifizierung, Fachkräftemangel und neuen Organisationsformen verändern und welche Konsequenzen sich daraus für Bildungsdienstleister ergeben. Grundlage sind eine KI-gestützte und eine klassische Literaturrecherche sowie die Analyse ausgewählter Publikationen.
Im Ergebnis zeigt sich, dass KMU einen spezifischen und zugleich komplexen Weiterbildungsbedarf aufweisen, der durch hybride Kompetenzprofile sowie modulare und arbeitsnahe Lernformen gekennzeichnet ist. Begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen erschweren eine strategische Ausrichtung von Weiterbildung, so dass Bedarfe oft reaktiv und kurzfristig gedeckt und nur eingeschränkt in eine systematische Nachfrage überführt werden können.
Um dieser strukturellen Angebots-Nachfrage-Lücke zu begegnen, sollten Bildungsdienstleister zunehmend als intermediäre Akteure in einem regionalen Weiterbildungsökosystem agieren. In dieser Rolle können sie Unternehmen bei der Analyse von Kompetenzbedarfen, bei der Gestaltung von Lernprozessen, bei der Nutzung von Förderstrukturen sowie bei der Vernetzung relevanter Akteure unterstützen.
Der Bericht bietet wissenschaftliche Orientierung für die Weiterentwicklung von Bildungsdienstleistungen im Transformationsprozess der baden-württembergischen Automobilindustrie und darüber hinaus.
Autoren
Hamann, Karin
Korge, Gabriele
Schlagworte
Berufliche Weiterbildung, Weiterbildungsbedarf, kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Bildungsdienstleistungen, Weiterbildungsnachfrage, Weiterbildungsangebot, Lernökosystem, Transformation, Qualifizierungsstrategie